Erkundung der Auswirkungen von "Kein Hochschulabschluss erforderlich" bei SXSW EDU 2024
11. August 2023
Die Vorstellung, dass ein Hochschulabschluss der Schlüssel zu einer langfristigen, stabilen Karriere ist, ist für viele in den Vereinigten Staaten, insbesondere für diejenigen, die nicht an Eliteuniversitäten abschließen, keine Realität mehr. Leider gibt es in den USA eine wachsende Kluft zwischen Bildung und Beschäftigungsfähigkeit, und diese Kluft bedroht die Zukunft der Hochschulbildung.
Es ist Zeit für einen grundlegenden Wandel in der Bildung, der den Fokus auf Fähigkeiten legt und nicht darauf, wie viele Stunden man im Klassenzimmer verbracht hat. Deshalb reisen ETS und die Carnegie Foundation for the Advancement of Teaching im März 2024 mit einem Vorschlag von PanelPicker zum SXSW EDU, in dem wir die Auswirkungen der Umstellung unseres aktuellen Bildungsmodells von einer festgelegten Anzahl von Stunden im Klassenzimmer auf kompetenzbasiertes Lernen und Assessment besprechen werden.
Aktualisierung: Seit dem 21. August 2023 ist die Abstimmung beendet.
Das derzeitige Maß für Bildungseignung – die Credit Hour – ist über 100 Jahre alt. Es entspricht einfach nicht den heutigen Bedürfnissen der Belegschaft. Nach 12 Jahren im Klassenzimmer K–12 und weiteren 2–4 Jahren im Studium werden viele junge Menschen erst mit 22 Jahren ein Büro betreten, um über Unternehmenskultur, zwischenmenschliche Kommunikation zu lernen oder Branchenerfahrung zu sammeln. Arbeitgeber sind langsam müde von neuen Absolventen mit hohen Notendurchschnitten, aber ohne Kommunikations- oder zwischenmenschliche Fähigkeiten.
Was würde passieren, wenn wir die Credit Hours komplett abschaffen würden? Was wäre, wenn mehr Arbeitgeber die Hochschulabschlussanforderung aus Stellenanzeigen entfernen würden? Wie würde sich unser Land verändern, wenn der Aufstieg auf der sozioökonomischen Leiter nicht vier Jahre Unterrichtszeit und Studiengebühren erfordern würde?
Dieser Wandel würde nicht nur den akademischen Erfolg grundlegend verändern, sondern auch die Studierenden besser darauf vorbereiten, den Arbeitsbedarf nach dem Abschluss zu decken. Er würde grundlegend verändern, wie Recruiter Hochschulabsolventen beim Berufseinstieg bewerten:
- Bewerber hätten empirische Daten, um Fähigkeiten nachzuweisen, und nicht nur den Lehrplan.
- Es könnte weniger Fokus darauf liegen, wo ein Schüler sein Diplom erworben hat, und mehr auf die Erfahrungen aus dem Studium, was Bildung zugänglicher und inklusiver macht.
- Praktika und Einstiegspositionen könnten früher an Studierende vergeben werden, da sie notwendige Fähigkeiten erwerben und nicht nur traditionelle Kurse.
Dies ist ein grundlegender Paradigmenwechsel von zeitbasierten zu fähigkeitsbasierten Lerneinheiten. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen auf der SXSW EDU 2024 über die Zukunft des Lernens zu sprechen.